Fertistar

Das Erkennen von Brunstsymptomen gehört zu den größten Herausforderungen im Milchviehbetrieb. Trotz genauer Beobachtung werden im Durchschnitt weniger als die Hälfte aller Brunsten sicher erkannt. Die Folge sind verpasste Besamungen, Frust im Arbeitsalltag und wirtschaftliche Einbußen.

Eine nicht erkannte Brunst verlängert die Laktation um rund 21 Tage. In dieser Zeit liefern die Kühe wenig Milch, benötigen aber weiterhin eine leistungsangepasste und kostenintensive Ration. Die Mehrkosten liegen je nach Betrieb bei etwa 50 bis 80 Euro pro Kuh und nicht erkannter Brunst.

Als Folge des Zuchtfortschritts und der verbesserten Fütterung steigt die Milchleistung stetig. Gleichzeitig wird der Zeitraum, in dem Kühe sichtbare Brunstsymptome zeigen, immer kürzer. Bei Hochleistungskühen liegt dieses Zeitfenster heute oft bei nur noch etwa sechs Stunden. Zusätzliche Faktoren wie rutschige Laufflächen oder nicht optimal gestaltete Ställe können dazu führen, dass sich Kühe weniger aktiv verhalten und Brunstanzeichen kaum sichtbar sind.

Die Fruchtbarkeit lässt sich über die Fütterung gezielt unterstützen. Eine ausreichende Mineralstoffversorgung zu Beginn der Laktation ist dabei entscheidend. Ebenso wichtig ist es, Stoffwechselstörungen wie Ketosen nach dem Kalben zu vermeiden. Dies gelingt unter anderem durch eine kaliumarme Ration in der Trockenstehzeit.

  • Fertistar als einfache Ergänzung
Eine praktische Unterstützung bietet Fertistar, ein Vitaminkonzentrat auf Basis von Leinöl. Es wird in einer sehr geringen Menge von nur 10 Gramm pro Kuh und Tag eingesetzt und kann dazu beitragen, dass Kühe wieder deutliche Brunstsymptome zeigen. Die im Leinöl gelösten Vitamine und Omega-3-Fettsäuren wirken gemeinsam im Stoffwechsel. Sie fördern die Durchblutung der Gebärmutter und unterstützen das Follikelwachstum. Dadurch werden mehr Hormone freigesetzt, was sich in klareren Brunstanzeichen äußert.
Fertistar wird bei frischmelkenden Kühen von sieben bis zehn Tagen eingesetzt. Danach folgt eine Pause von etwa einer Woche, anschließend wird das Produkt erneut zwischen sieben und zehn Tagen verabreicht. Dieses Vorgehen hat sich in der Praxis bewährt, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Bei Fragen zu Fertistar oder zur allgemeinen Verbesserung der Fruchtbarkeit stehen die Fütterungsberater der LHG beratend zur Verfügung.

von Michael.Wahl@ca.bz.it
05.01.2026