Herdenschutz auf der Alm

Bereits in unserer April-Ausgabe haben wir über die Probleme und Herausforderungen berichtet, die mit der Rückkehr des Wolfs verbunden sind. Schafe und Ziegen sind vor allem in den Nachtstunden gefährdet. Klassische Maßnahmen wie Zäune oder Behirtung stoßen in steilen und abgelegenen Lagen jedoch oft an ihre Grenzen.
Neben mechanischen Barrieren gewinnen technische Schutzmaßnahmen zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, Raubtiere frühzeitig abzuschrecken und ihnen den Zugang zur Herde zu erschweren. Gerade auf Flächen, die nicht permanent kontrolliert werden können, sind autonome Systeme ein wichtiger Baustein. Eine mögliche Lösung sind optische Abschrecksysteme wie Foxlights.

Foxlights: Abschreckung durch Lichtsignale


Foxlights sind LED-Leuchten, die menschliche Aktivität auf der Weide simulieren und so Raubtiere wie Wölfe, Füchse oder Wildschweine abschrecken können. Ein integrierter Lichtsensor aktiviert das Gerät bei Einbruch der Dämmerung. Anschließend senden neun LEDs in zufälligen Intervallen Lichtblitze in einem Radius von 360 Grad aus. Diese unregelmäßigen Signale verhindern eine schnelle Gewöhnung und vermitteln den Eindruck, dass sich eine Person auf der Fläche bewegt. Je nach Ausführung erfolgt die Stromversorgung über eine langlebige 6-Volt-Batterie mit bis zu acht Monaten Laufzeit oder über eine integrierte Solarzelle für einen weitgehend autonomen Betrieb.
Die Montage ist einfach und kann an Zaunpfählen, Bäumen oder bestehenden Drahtsystemen erfolgen. Bewährt hat sich ein Einsatz in einem Abstand von 100 bis 150 Metern zur nächtlichen Liegefläche der Tiere. Durch ihr geringes Gewicht lassen sich die Geräte leicht versetzen und an wechselnde Weidestandorte anpassen. Foxlights sind damit eine kosteneffiziente Ergänzung zu bestehenden Schutzmaßnahmen und können helfen, Verluste durch Raubwild zu verringern.
Bei weiteren Fragen zum Produkt stehen unsere Experten in den Filialen zur Verfügung.

von Michael.Puntaier@ca.bz.it
04.06.2026